Die Zollpolitik der USA trifft vor allem Automobil- und Maschinenbauer sowie deren Zulieferer und damit auch den Kern der Wirtschaftskraft in der Industrieregion Heilbronn-Franken. „Unsere Unternehmen haben bereits auf die restriktive Außenwirtschaftspolitik reagiert und investieren verstärkt in den USA. Das geht aber zulasten des hiesigen Standorts und wird nicht verhindern, dass unsere Unternehmen hart getroffen werden“, kommentiert die IHK-Präsidentin.
Für Kirsten Hirschmann ist es wichtig, dass nun national und auf europäischer Ebene „schnell und entschlossen“ gehandelt werde: „In Deutschland muss die künftige Regierungskoalition alles unternehmen, um die Wirtschaft in dieser global äußerst angespannten Situation zu entlasten. Wirtschaftspolitik muss in den Fokus künftigen Regierungshandelns genommen werden. Das heißt: Bürokratieabbau, Steuern und Abgaben runter, Energiepreise anpassen.“
Für Europa gilt laut Kirsten Hirschmann: „Die EU muss jetzt zusammenstehen und geschlossen ihre Stärken ausspielen. Dieser womöglich schwersten Herausforderung für das Staatenbündnis können wir nur gemeinsam begegnen. Sonst werden wir scheitern.“ Europa müsse sich auf einen Handelskrieg einstellen, dürfe aber zugleich nicht die Möglichkeiten einer Einigung am Verhandlungstisch ausschließen: „Noch gibt es diese Chance.“
Zugleich fordert Kirsten Hirschmann, „die Wirtschaft bei der Erschließung oder beim Ausbau neuer Märkte zu unterstützen und entschieden internationale Handelsabkommen abzuschließen. Denn eines ist klar: Den geordneten freien Welthandel, wie wir ihn gewohnt sind und wie er auch unserer Region wirtschaftliche Stärke und Wohlstand gebracht hat, haben die USA als wichtigster Absatzmarkt unserer Produkte aufgekündigt“.
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